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JA, IST DENN SCHON WIEDER MOZART?
In einer Zeit, in der Kultur geradezu mutwillig mit Event verwechselt wird, Klangkörper mit Styling und Bach mit Nokia, in dieser Zeit schuf Armin Fischer, der genialste Klassikschelm Deutschlands und einzigartige Klaviertuose, mit "MOZARTS LIEBESKUGELN" einen genüsslichen Appetizer gegen den Klassikfrust. Zugegeben, ohne die 3 Tenöre wüssten wir nicht, dass Arien im Sportstadion teurer sind als im Opernhaus, und ohne André Rieu würden wir bei Walzermusik noch tanzen und nicht schunkeln.  Doch in einer Zeit, in der die Klaviermusik von Clayderman bekannter ist als die von Chopin, Kühe aber bei klassischer Musik bessere Milch geben als bei Rocksongs, kann man sich da seines Geschmackes noch sicher sein? Oder sind Kühe einfach das bessere Konzertpublikum? Die Welt braucht Experten, und so tauscht Fischer erneut das Barpiano gegen den Konzertflügel, um durch einen weiteren, heiteren Tastenritt durch die Musikgeschichte der gequälten Muse ihre ursprüngliche Unbekümmertheit zurückzuerobern.. Rechtzeitig zum 250. Geburtstag des großen Tonmeisters Wolfgang Amadé entstand mit "MOZARTS LIEBESKUGELN" das i-Tüpfelchen auf die Jubelfeiern, ein von Publikum und Presse gleichermaßen begeistert aufgenommenes Kleinod gegen das Bollwerk kommerzieller Superlative. Oder wie Mozart selbst sagt: "Gut, dass ich unsterblich bin. Sonst wäre ich vor Lachen geplatzt."
Und weil Fischer schwere Kost so leicht verdaulich serviert, und weil seine Pointen gute Laune machen, und weil "der kleine Mann im Frack" so ein Charmebolzen ist, und weil seine verblüffende Klavierkunst mal überrascht und mal anrührt, steckt in "MOZARTS LIEBESKUGELN" die latente Lust auf mehr.
Da Capo, Maestro! Das Publikum will noch mal!
Denn Musik ist so immer wie Mozart.
JA, IST DENN IMMER NOCH MOZART?
Jawoll!! Zwar stand das Jahr 2006 für alle Klassikliebhaber lange genug im Zeichen des 250. Geburtstages besagten Musikgenies. Aber gegenüber der Unzahl an gleichfarbenen Würdigungen stach die Kleine Nachtmusik des Klavierkabarettisten Armin Fischer so heraus, daß die Nachfrage nach seinem Programm "MOZARTS LIEBESKUGELN" ungebrochen anhält.  Manches Geheimrezept aus dem Köchel- verzeichnis gerät hier nämlich zu einem bis dato unerhörten Ohrenschmaus und auch schwere Kost serviert der Klassikschelm Fischer als leicht verdauliche Genusshäppchen. Gesellen sich doch zur Musik Mozarts und der seiner Zeitgenossen auch die Töne so vertrauter Jazz- und Popikonen wie Louis Armstrong, Dave Brubeck oder Neil Diamond, und es erhebt sich die Frage, wer eigentlich von wem geklaut hat. Oder doch alle von Bach? Armin Fischer, der heitere "Großmeister der Kleinkunst ( HAZ )", zeigt spielerisch am Flügel, dass auch Ernste Musik Spaß macht und seine so brillanten wie verblüffenden Fingerpointen begeistern selbst Klassikmuffel.
So entschlüsselt er beispielsweise die Anfangstakte der kleinen Nachtmusik als das verstimmte Signalhorn eines vorbeirennenden Feuerwehrmannes, wir hören, wie Mozarts Schüler Beethoven in einem Wienerwaldlokal (das er schätzt, weil es dort Händel gibt) vom dritten Mann zur fünften Sinfonie gelangt, oder wir erfahren, warum Mozart so einen Kult um seinen Star betreibt. Selbstverständlich kann Armin Fischer jede seiner "Fußnoten der Musikgeschichte" auch pianistisch beweisen, und sollte er dafür rückwärts spielen müssen!
"MOZARTS LIEBESKUGELN" - ein zeitlos musikalischer Spaß, über den auch der Meister selbst sich gekringelt hätte.
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